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Zum Ende der Seite springen 7 Tage Trentino - 2333 km
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7 Tage Trentino - 2333 km Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen,

hier mein Reisebericht von der Tour ins Trentino:
Hinweis: zur vollen Größe der Fotos (vor allem der Panaramafotos) 2x auf das Bild klicken

7 Tage Trentino

Vorgeschichte:

Vor über 3 Jahren habe ich den Tipp Hotel Cristallo in Levico Terme bekommen.
Da ich schon lange einige Touren in dieser Gegend unternehmen wollte, stand das Ziel für eine längere Reise fest.
Aber erst in diesem Jahr hat sich dann endlich die Gelegenheit zur Durchführung ergeben.
Ich habe über die Winterzeit anhand meiner bereits vorhandenen Ortskenntnis, ausgiebigem Kartenstudium sowie dem Motorrad-Tourenplaner fünf zum Teil sehr anspruchsvolle Touren zusammengestellt.
Eine Tour sollte den Passo Pian delle Fugazze, den Passo Fittanze sowie den Monte Baldo und den Monte Bondone beinhalten (ergab dann 380 km), eine sollte zum Gardasee, Passo Croce Domini sowie der Strecke entlang des Lago die Valvestino führen und schließlich noch durch die Brasaschlucht am Gardasee gehen (= 350 km), eine die Kaiserjägerstraße und den Passo Manghen umfassen (= 250 km) und eine zum Monte Grappa und Passo S. Boldo führen (= 330 km). Die letzte Tour dann schließlich grobe Richtung Cortina d’Ampezzo (= 410 km).
Termin sollte Ende September/Anfang Oktober sein.
Petra meinte, stell es doch mal ins Alpenbiker-Forum – vielleicht kommen ja 1 oder 2 Leute mit?!
Gesagt, getan! Am 17.04. hab ich’s reingestellt und Ruck Zuck kamen die Anmeldungen!
Letztendlich hatten sich außer mir noch 9 weitere Teilnehmer für die volle Zeit – 7 Tage eingefunden sowie 4 weitere, die nur für 1 oder 2 Tage teilnehmen wollten/konnten.
Mit so großer Resonanz hatte ich gar nicht gerecht – aber toll!

Durchführung:

Für den geplanten Zeitraum vom 22. – 28.09. war schönes Wetter fürs Trentino angesagt.

Sonntag, 22.09. Fahrt nach Levico Terme

Jürgen, Ingo und Franz (Aquarius) starteten um 9:10 Uhr gemeinsam mit mir in Sonthofen.
Durchs Tannheimer Tal gings hinab nach Weissenbach, wo wir Franz (Bronco) trafen. Dann übers Hahntennjoch






zur Pillerhöhe







und über den Reschenpass. In Schluderns (Vinschgau) trafen wir dann Michael und Markus. Von dort ging es über die kleine aber feine Höhenstraße weiter nach Schlanders und weiter Richtung Meran.





Dann rechts ab über Marleng und Lana zum Gampenpass. Aber plötzlich fehlten einige Teilnehmer! Michael teilte uns mit, dass es einen Unfall gegeben habe, sie aber bald kommen würden. In Lana haben wir dann gewartet. Es stellte sich heraus, dass Franz (Aquarius) plötzlich – ohne Fremdeinwirkung – nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war, mit seiner BMW an einer Mauer hängen geblieben war und sich mit einem Salto vom Motorrad verabschiedet hatte! Zum Glück war im selbst kaum etwas passiert (eine kleine Fleischwunde am Fuss). Aber das Motorrad war stark beschädigt, so dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war. – Franz konnte dann später mittels eines Leihfahrzeugs (über den ADAC) selbst nach Hause fahren und auch sein Motorrad aufladen und nach Hause transportieren.
Wir anderen fuhren dann über den Gampenpass nach Mezzolombardo und über Trento nach Levico Terme.
Nach dem Abendessen konnte dann bei einem gemütlichen Abend der Tag Revue passieren.

__________________
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

Rudi's Motorradtouren

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Montag, 23.09. Tour Borcola – Fittanze (Tourskizze und beschreibung hier!)

Um 9 Uhr ging es los zu dieser anspruchsvollen Tour!
Vor Fahrtbeginn sprach ich noch mit meinen Mitfahrern ab, dass ich das ein oder andere Mal für einen Fotostopp anhalten würde. Die anderen könnten dann schon weiterfahren und an der nächsten Abzweigung auf mich warten. Wer selbst Fotos schließen wollte könnte natürlich ebenfalls kurz anhalten und man würde sich am nächsten Abzweig wieder zusammenfinden. Denn ein gemeinsamer Stopp aller Teilnehmer bei jedem kurzen Fotostopp würde einfach zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Also ging es zunächst von Levico Terme über die Fricca-Straße nach Carbonare und weiter Richtung Folgaria. Da wir auf dieser Strecke noch keine Tankstelle gefunden hatten fuhr ich – entgegen der ursprünglichen Planung nicht sofort weiter zum Passo Coe sondern erst weiter nach Folgaria zur nächsten Tankstelle. Leider wartete aber ein Teilnehmer nicht auf den nachfolgenden Teil der Gruppe, so dass zwei Teilnehmer – ohne Tankstopp – direkt zum Passo Coe fuhren. Dort aber trafen wir dann wieder zusammen.















Bis zum Passo Borcola ging es dann abwechslungsreich und vor allem einsam (kein Verkehr!) weiter.





Dann weiter Richtung Rovereto.



Nachdem ich wieder einen Fotostopp eingelegt hatte, folgte ich den anderen, musste allerdings an einer eigentlich kleinen kurzen Baustelle ca. 10 Minuten warten, bis ich weiterfahren durfte. An der nächsten Abzweigung stand dann allerdings keiner! Also dachte ich „Sch.. sind sie doch geradeaus Richtung Rovereto gefahren!“ Ich fuhr also weiter geradeaus nach Rovereto, aber dort war auch keiner! Also weiter zum Fugazze! Dort oben sollte Pause sein.



Als ich oben ankam, war dort aber wieder niemand! Da Michael vorher geäußert hatte, dass er lieber am Passo Xon einkehren würde, dachte ich „Ok, sind sie also da hin gefahren!“ – ebenfalls Fehlanzeige, da die dortige Gaststätte – ebenso wie die am Fugazze – geschlossen hatte!



Also weiter nach Recoaro Terme – aber hier war ebenfalls niemand. Da ich auch später niemanden traf versuchte ich dann Markus zu erreichen, was mir auch schließlich gelang. „Wo seid ich denn jetzt?“ – „Wir sind jetzt in Schio!“ Oops! Völlig falsche Ecke! Also haben wir dann abgesprochen, dass ich allein die weitere Tour fahren würde und die anderen selbst einen Weg finden würden. Shit happens!
So bin ich dann über viele kleine einsame Straßen weiter zum Passo Fittanze gefahren und hinab ins Etschtal.







Dann gings die tolle Strecke von Avio hinauf zum Monte Baldo – einfach genial!





An der Bocca di Navene – toller Blick hinab auf den Gardasee – machte in dann Cappuccino-Pause, bevor es weiter über das Monte Baldo Gebiet hinab nach Mori ging.













Dort dann links ab und später der Abzweigung hinauf nach Ronzo Chienis folgend kam ich zum Passo Bordala und später dann zum Monto Bondone.





Von dort dann über Trento zurück nach Levico Terme. Um 18:40 Uhr traf ich am Hotel ein.
Hier erwarteten mich dann die anderen – die schon lange vorher eingetroffen waren. Sie erzählten mir, dass wir uns sogar auf der Abfahrt vom Fugazze begegnet waren! Angerufen hat aber in diesem Moment keiner, sodass ich – wie bereits beschrieben – allein weiterfuhr.

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Dienstag, 24.09. Tour Gardasee – Croce Domini (Tourbeschreibung und -skizze findet ihr hier!)

Am Vorabend hatten wir uns geeinigt, diese Tour zu kürzen und den Abschnitt vom Idro-See zum Passo Croce Domini zu streichen. So verkürzte sich die Strecke von zunächst geplanten 350 km auf knapp 280 km. Über Carbonare und Folgaria ging es hinab ins Etschtal. Von dort dann über Nomi und Patone sollte uns der weitere Weg über Lenzima zur Strecke nach Torbole am Gardasee führen. Die Straße war – wie bekannt – sehr sehr schmal, aber völlig neu asphaltiert! Allerdings wurde unsere Weiterfahrt dann an einem großen Baustellen-LKW gestoppt, dessen Fahrer uns klarmachte, dass die weitere Strecke nicht passierbar war sei!





Also hieß es umkehren und den Weg über den Passo Bordala nehmen (den wir am Nachmittag schon auf dem Programm hatten).



Dort gabs dann eine Cappuccino-Pause und weiter gings zum Gardasee.



Oberhalb von Torbole der dort obligatorische Fotostopp und weiter nach Riva del Garda und hinauf ins Ledrotal.





Von dort dann zum Idrosee



und dann zu einem meiner persönlichen „Highlights der Alpen“, der Strecke entlang des Lago di Valvestino. Ich bin die Strecke schon häufiger gefahren, hatte aber bisher noch NIE ein Foto dort geschossen! Das sollte diesmal anders werden.

















Von dort ging es dann hinab nach Gagnano am Gardasee – zur nächsten Cappuccino-Pause. Dann flott hinauf nach Tignale und weiter Richtung Tremosine. Vorher aber rechts ab zur Brasa-Schlucht. Ein Streckenabschnitt, den ich selbst vorher noch nie befahren hatte. Ich hatte aber schon viele Fotos davon gesehen und wollte deshalb unbedingt dort hin – hat sich gelohnt! Ein Blickfang! Da ich wieder Fotos schließen wollte schickte ich die anderen schon mal vor, mit dem Hinweis, unten auf mich zu warten.



















Nachdem ich dann meine Fotos geschossen hatte fuhr in hinab zur Hauptstraße. Dort wartete aber niemand auf mich. Also gings weiter nach Riva del Garda und mitten ins Verkehrgewühl Richtung Arco. Dann sah ich plötzlich Michael einige Fahrzeuge vor mir fahren und hatte also meine Gruppe wieder eingeholt. Gemeinsam kamen wir dann nach Arco und von dort die schmale Straße hinauf nach Monte Velo und zum Passo S. Barbara – eine Strecke zum schwindelig fahren!



Über Ronzo Chienis und den Passo Bordala fuhren wir dann weiter entlang des Lago di Cei und Aldano zurück nach Levico Terme.
Beim gemeinsamen Abendessen und anschließendem Beisammensein ging auch dieser wunderschöne Tag zu Ende.

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Mittwoch, 25.09. – Tour Kreuzbergpass (Tourbeschreibung und -skizze findet ihr hier!)

Auch diese Tour wurde nach Absprache verkürzt, sodass wir nach dem Passo Cibiana links abbogen und direkt nach Cortina d’Ampezzo fuhren. Auch an diesem Tag wurden einige Streckenabschnitte quasi im D-Zug-Tempo absolviert. Bei völlig leeren Straßen und gutem Asphalt einfach ein Genuss!!!








In Agordo gabs noch eine Pause.





Und weiter gings!







Die Strecke führte uns dann über den Passo Giau zum Passo Valles.





















Dort waren – obwohl über 2000 m hoch und Ende September – noch etliche Kühe auf und neben der Straße! An Cavalese vorbei gings dann zum Val di Cembra (östliche Talseite). Da die ersten mal wieder etwas flotter unterwegs waren wurde vor Segonzano auf die übrigen 2 Mitfahrer gewartet.





Nach mehr als 15 Minuten kam aber immer noch niemand. Ein Anruf blieb erfolglos – wurde nicht gehört. Auch bei einem Tankstopp entlang der weiteren Strecke war von den beiden anderen nichts zu sehen. Wir fuhren also das letzte Stück zum Hotel und stellten dort fest, dass die Vermissten bereits seit ca. 10 Minuten dort waren! Sie waren – nach eigener Aussage – die gleiche Strecke gefahren! Aber weder wir hatten sie, noch hatten sie uns gesehen!

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Donnerstag, 26.09. – Tour Monte Grappa – San Boldo (Tourbeschreibung und -skizze findet ihr hier!)

Da diese 330 km lange Strecke laut Navi über 8 Std. dauern sollte, ich aber unbedingt den Passo S. Boldo befahren wollte, ging es bereit um 8:20 Uhr auf Tour!
Zunächst wieder hinauf nach Carbonare und dann hinab ins Tal Richtung Schio. In Pedascala ging es dann links ab zur einfach genialen Strecke hinauf Richtung Asiago – ein Genuss!!!









Dann weiter über Asiago nach Foza. Von geht es über eine teilweise äußerst spektakuläre Streckenführung hinab nach Valstagna. Zu Beginn der Kehrenreichen Strecke gabs aber noch eine Cappuccino-Pause.





In Valstagna genossen wir noch kurz das tolle Stadtbild



und fuhren dann weiter zum Monte Grappa. Zunächst ging es die Hauptstrecke hinauf (aber trotzdem äußerst verkehrsarm – zum Gipfel.

















Dort genossen wir kurz die Aussicht und wendeten dann um die parallel zur Hauptstrecke verlaufende äußerst schmale und kurven-/kehrenreich geführt Strecke wieder hinab ins Tal zu gelangen. Im oberen Teil versperrte uns zum Teil sehr dichter Nebel den Blick auf die Landschaft und die weitere Streckenführung. Über recht unspektakuläre Streckenabschnitte kamen wir dann nach Valdobbiadene. Hier fuhr ich zunächst eine Abfahrt zu spät aus dem (großen ovalen) Kreisverkehr. Also wenden und erneut hinein. Das Navi wies mich eine Abfahrt vorher raus und weiter gings. Nächste rechts ab und dann wieder rechts ab - also irgendwo mitten durch die kleinsten Straßen des Ortes. Dann wies das Navi nach links - hier fuhr auch gerade ein Auto in die kleine Straße. Also hinterher! Es ging äußerst steil (sicher mehr als 30% !!!) bergan. Hier wollte keiner von uns anhalten bzw. wieder anfahren müssen. Ich dachte nur "Wo führt mich das Navi denn nun wieder hin?!" Aber dann waren wir wieder auf der richtigen geplanten Strecke. Hier zeigte sich wieder mal eine der Tücke der Navi's! In Orten wird nicht immer die "natürliche" Variante gewählt - sprich der wenn auch etwas längeren Hauptstraße folgend, sondern eben die "kürzeste" Strecke, die eben manchmal eigentlich "unmögliche" Straßen auswählt! Besser wäre im besagten Kreisverkehr gewesen noch eine Ausfahrt früher zu wählen. Dann wären wir gleich auf der richtigen Straße gewesen (Jürgen sagte mir im nachhinein auch).
Ich habe zwar vor dem Urlaub alle Touren auf richtiges Routing abgescheckt, muss aber in Zukunft wohl noch mehr ins Detail gehen, um solche "Kurzstrecken" zu vermeiden. Vor lauter Konzentration auf die richtige Ausfahrt vom Kreisverkehr hatte ich übrigens ein Cafe bzw. eine Eisdiele direkt am Straßenrand übersehen - wäre natürlich eine angenehme Unterbrechung der Tour gewesen.
So fuhren wir aber eine schmale aber feine Straße kurven- und kehrenreich bergan (Richtung M. Cesen). Weiter oben fanden wir dann ein Restaurant/Bistro wo wir die verdiente Cappuccino-Pause einlegten. Dann führte uns die Straße weiter entlang des Höhenrückens und später wieder hinab ins Tal - eine schöne Variante!!!
Dann ging es weiter zum Passo S. Boldo. Hier sprach ich mich mit meinen Mitfahrern ab, dass ich wieder einige Fotos machen wollte und sie oben auf der Passhöhe auf mich warten sollten. Zunächst geht es in einigen "offenen" Kehren hinauf, bevor dann die letzten 6 oder 7 Kehren durch einspurige Tunnel hinaufführen. Hier wird der Verkehr mittels Ampeln geregelt, da selbst ein Motorrad in den Tunneln nicht an einem Auto vorbeikommt! Die eingelegten Fotostopps haben sich aber gelohnt - einfach spektakulär die Straßenführung!







Nach diesem Highlight der Tour ging es - teilweise über die Hauptstrcke - nach Feltre. Dort dann rechts ab zum Passo Croce d'Aune. Ein Pass, den ich noch nie zuvor gefahren bin, der aber durch äußerst abwechslungsreiche Streckenführung sehr viel Spaß bereitete. Zusätzlich war in Vorbereitung auf eine wohl am Wochenende stattfindende Bergrennsport-Veranstaltung die Strecke markiert und die Kehren noch besser vorher einschätzbar - schön!



Eine Cappuccino-Pause unterbracht den Kurvenrausch! Danach ging es erneut bergan (von der Passhöhe des Croce d'Aune aus!) und dann über ein schmales Asphaltband wieder hinab ins Tal nach Pte. d. Serra. Dort zunächst rechs ab und gleich wieder nach links hinauf nach Castello Tesino. Von dort war es dann - über Stringno und Telve - nicht mehr weit zurück zum Hotel nach Levico Terme.
Eine gelungene Tour, die auch mir ein paar unbekannte Straßen näher gebracht hat.

Am Abend trafen wir dann auch Tina, Volker und Rudi (ruzeil), die für Freitag bzw. (Tina) auch Samstag ins Trentino gekommen waren.

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